Das Startchancen-Programm (SCP) in Baden-Württemberg ist ein auf zehn Jahre angelegtes Großprojekt von Bund und Land (Laufzeit bis 2034). Ziel ist es, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu entkoppeln und die Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik zu stärken. Das Programm richtet sich an ca. 540 Schulen in Baden-Württemberg, die mit je 1,3 Milliarden Euro vom Bund und vom Land Baden-Württemberg gefördert werden.
Das Startchancenprogramm umfasst drei Ebenen. Im Fokus steht die individuelle Ebene, auf der die Schülerinnen und Schüler gestärkt werden. Die institutionelle Ebene betrifft die Schulgemeinschaft und zielt darauf ab, bereits vorhandene Formate wie das Schuldatenblatt oder die Statusgespräche gezielt und intensiv zu nutzen. Die systemische Ebene soll die Wirksamkeit des Programms erhöhen, indem weitere Kooperationen und Netzwerke zwischen den Beteiligten auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene geschaffen und konstruktiv gestaltet werden.
Das Programm verfolgt insbesondere folgende Ziele:
- Mehr Bildungsgerechtigkeit und bessere Teilhabechancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche
- Verbesserung der Basiskompetenzen
- Halbierung der Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik verfehlen
- Stärkung der Schul- und Unterrichtsentwicklung durch datengestützte Maßnahmen.
Die Maßnahmen konzentrieren sich bundesweit auf drei Bereiche:
- Investitionen in die schulische Infrastruktur (Säule I) z. B. Lernräume, Ausstattung, flexible Lernumgebungen
- Chancenbudget der Schule (Säule II) Flexible Mittel für schulische Entwicklungsmaßnahmen, Förderangebote oder Projekte
- Stärkung multiprofessioneller Teams (Säule III) z. B. zusätzliche pädagogische Fachkräfte oder Schulsozialarbeit